14.12.2010

Ein grünes Schild weist den Weg. Es führt zu zwei Stellplätzen links neben der Einfahrt des stark frequentierten Goethe-Parkplatzes in Bad Neustadt. Zwei Stellplätze auf denen die Zukunft seit letzter Woche begonnen hat. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bad Neustadt hat BELECTRIC Drive erstmals eine der im Kolitzheimer Unternehmen entwickelten Ladeboxen für Elektrofahrzeuge in der Öffentlichkeit aufgestellt.
„Die Leute wollen mit regenerativen Energien mobil sein“, erklärt Sebastian Bachmann, Geschäftsführer von BELECTRIC Drive. „Wir bieten ihnen die Möglichkeit.“ Schließlich sollen die Ladeboxen mit Strom aus einer Photovoltaikanlage, die auf dem in der Nachbarschaft gelegenen Dach der Stadtwerke installiert wird, gespeist werden. „Unser Ansatzpunkt ist Strom aus der Sonne oder auch aus Windenergie in die Autos zu bekommen.“
Die Ladesäule am Goethe-Parkplatz soll dabei in der Modellregion für Elektromobilität Bad Neustadt (M-E-NES) nur ein erster Schritt sein. Wenn die beiden Stellplätze gut genutzt werden, dann sollen bald weitere Ladesäulen in der Modellstadt aufgestellt werden. Das erklärte Ulrich Leber, Leiter der Stadtwerke, bei der Einweihung der Ladebox.
Deren Bedienung ist relativ einfach. Der Nutzer braucht entweder eine spezielle Nutzerkarte, die er bei den Stadtwerken Bad Neustadt erwerben kann, oder er folgt den an der Ladebox aufgedruckten Hinweisen und schaltet die Ladebox per Handy ein. Danach muss das Elektrofahrzeug nur noch per Stecker mit der Ladebox verbunden werden und der Ladevorgang beginnt. Ein eigens von BELECTRIC Drive entwickeltes Schutzsystem verhindert, dass Unbefugte den Stecker entfernen oder die Steckdose an der Ladebox manipulieren können. Nach fünf bis sechs Stunden ist das Elektrofahrzeug mit Strom aus der Sonne „vollgetankt“.
Genügend Zeit für einen Bummel in Bad Neustadt. Vor allem für Nutzer von Elektrofahrzeugen, die auf der Durchfahrt sind, dürfte die Ladebox interessant sein. Aber auch Einheimische können den Gang zum Arzt oder zu Behörden zum günstigen „Tanken“ nutzen. Schließlich fallen für den Strom aus der Sonne nur die Parkgebühren an. Ein zusätzliches Entgelt wird an der Ladebox nicht erhoben.
„Wir stehen an einem spannenden Punkt der Entwicklung“, sagte Ulrich Leber. Bereits seit einigen Monaten arbeiten die Stadtwerke Bad Neustadt eng mit BELECTRIC Drive zusammen, nutzen selbst Elektrofahrzeuge aus der Kolitzheimer Mietflotte und bieten diese auch in der Modellregion an. Jetzt steht erstmals eine Ladestation in der Öffentlichkeit und soll wichtige Hinweise für den weiteren Weg zu einer flächendeckenden Elektromobilität liefern. „Wir können beobachten, wie oft, zu welchen Zeiten und wie lang die Ladebox genutzt wird“, erläutert Sebastian Bachmann, der daraus Schlüsse für die Netzintegration von Elektromobilität ziehen will. „Wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge ansteigt, braucht man ein intelligentes Lastenmanagement“, führt der Geschäftsführer von BELECTRIC Drive aus. Keinesfalls dürften die Stromnetze zu stark be- oder gar überlastet werden.
29.10.2010
50 Elektrofahrzeuge in der Region Main-Rhön unterwegs
BELECTRIC Drive feiert kleines Jubiläum – Ladebox garantiert Sonnenstrom im „Tank“Mit der Übergabe eines Elektrofahrzeugs an den Landkreis Schweinfurt konnte BELECTRIC Drive ein kleines Jubiläum feiern. Das neue Dienstfahrzeug des Landratsamtes ist das 50. Elektroauto aus dem Kolitzheimer Unternehmen, das in der Region Main-Rhön öffentlich unterwegs ist. Damit verfügt BELECTRIC Drive über eine der größten Elektrofahrzeugflotten in ganz Deutschland.
„Der Elektromobilität gehört die Zukunft!“ Wenn Sebastian Bachmann auf die letzten Monate blickt, dann weiß der Geschäftsführer von BELECTRIC Drive, dass er mit seinen Ideen auf dem richtigen Weg ist. „Die Nachfrage nach unseren Fahrzeugen ist stetig gewachsen.“ Seit gut einem Jahr vermietet das Unternehmen aus Kolitzheim (Landkreis Schweinfurt) Elektrofahrzeuge für den Langzeitgebrauch. Für eine feste monatliche Pauschale bekommen die Kunden ein Fahrzeug, das günstiger und wesentlich klimafreundlicher fährt, als der herkömmliche Benziner. Die Erfahrungen der Nutzer sind durchweg positiv. „Gerade für Kurz- und Pendlerstrecken sind die Fahrzeuge längst mehr als eine Alternative“, erläutert Sebastian Bachmann. Der Geschäftsführer nutzt seit gut einem Jahr selbst ein Elektrofahrzeug für den Weg ins Photovoltaik Zentrum Kolitzheim, in dem BELECTRIC Drive seinen Sitz hat, und wieder nach Hause. Er legt dabei täglich mehr als 70 Kilometer zurück. „Elektrisch unterwegs zu sein ist sehr angenehm, ich möchte es nicht mehr missen“, zieht er eine positive Bilanz seiner persönlichen Erfahrungen.BELECTRIC Drive stellt die Verbindung von Elektromobilität und Photovoltaik her. „100 Prozent Sonnenstrom in unseren Fahrzeugen ist das Ziel“, sagt Sebastian Bachmann. Erreicht werden kann dies durch den Zubau von Photovoltaik-Anlagen, die über eine intelligente Ladeinfrastruktur gesteuert werden. Dabei spielt die BELECTRIC Ladebox eine wichtige Rolle. Die in Kolitzheim entwickelte Ladebox ermöglicht nicht nur gezieltes Laden der Elektrofahrzeuge für den optimalen Betrieb im Stromnetz. In Verbindung mit einem Solar Carport entstehen echte Sonnenparkplätze, auf denen der Strom aus der Sonne direkt in die Fahrzeugbatterien eingespeist wird. „Im Photovoltaik Zentrum nutzen wir dieses System schon seit einiger Zeit“, berichtet Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH. Über 20 Elektrofahrzeuge werden in Kolitzheim für Geschäftsfahrten genutzt. Sobald die Autos auf dem Firmenparkplatz abgestellt sind, werden sie an die BELECTRIC Ladebox angeschlossen und gestaffelt geladen. Die Fahrzeugbatterien werden so zu einem dezentralen Speicher für regenerative Energien. „Wir können sicherstellen, dass die Autos wirklich mit Strom aus der Sonne fahren und keinerlei CO2-Ausstoß verursachen“, informiert Bernhard Beck. In den kommenden Monaten wird BELECTRIC Drive die Zahl der Ladeboxen, die genau wie die Fahrzeuge gemietet werden können, in der Region kontinuierlich ausbauen. Am Besten in Verbindung mit Solar Carports. „Gerade für Großparkplätze von Firmen oder Einkaufsmärkten ist das eine durchaus lohnenswerte Alternative“, erklärt Bernhard Beck. Aber auch Einzelpersonen können durch die Eigenverbrauchs-Regelungen im Erneuerbare Energien Gesetz von einer kleinen Photovoltaik-Anlage profitieren. Um ein Elektrofahrzeug im Jahr 15.000 Kilometer zu bewegen, reicht eine Dachanlage mit einer Leistung von 3kWp. Die Vorteile der Ladeboxen liegen auf der Hand. Die BELECTRIC Ladebox ist durch ein robustes und schraubenloses Gehäuse für den öffentlichen Bereich sehr gut geeignet. Nach Identifizierung mit einer Chipkarte können Nutzer ihre Elektrofahrzeuge direkt laden. Die Abrechnung erfolgt automatisch. Ein Plug&Play System ermöglicht den Austausch in wenigen Handgriffen und garantiert zudem, dass Hard- und Software jeweils auf dem neuesten Stand gehalten werden. „Die Entwicklung in diesem Bereich ist noch lange nicht am Ende“, sagt Sebastian Bachmann. Sollte das Ziel der Bundesregierung von mehr als sechs Millionen Elektroautos bis zum Jahr 2030 tatsächlich Realität werden, muss eine kostengünstige Infrastruktur aufgebaut werden, damit eine Netzstabilität gewährleistet werden kann.
13.07.2010
Runder Tisch Elektromobilität führt im Photovoltaik Kompetenzzentrum Kolitzheim Unternehmen zusammen
Kitzingen/Kolitzheim Im Zuge der Modellstadt-Initiative luden das Unternehmen Belectric Drive GmbH und die Stadt Kitzingen zu einem Runden Tisch zum Thema „Elektromobilität“ ins Photovoltaik Kompetenzzentrum Kolitzheim ein. Auf der Teilnehmerliste standen unter anderem die Unternehmen der Stadt Kitzingen, wie F. S. Fehrer Automotive GmbH, Leoni Bordnetzsysteme GmbH, LKW Kitzingen, sowie die IHK Würzburg-Schweinfurt, politische Referenten und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Kitzingen.
„Der Runde Tisch war ein Erfolg!“ Sebastian Bachmann, Geschäftsführer der Belectric Drive GmbH, lässt keinerlei Zweifel daran, dass die Gespräche, die am Dienstag im Photovoltaik Kompetenzzentrum stattfanden, aus seiner Sicht sehr fruchtbar waren. Beim Zusammentreffen mit Unternehmern aus der Region wurde nicht nur das Konzept der Belectric Drive GmbH vorgestellt, sondern auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet und wichtige Kontakte geknüpft. „Wir sind wieder einen kleinen, aber wichtigen Schritt weiter“, freut sich der Geschäftsführer der Belectric Drive GmbH. Die eine oder andere am Runden Tisch geknüpfte Verbindung könnte durchaus in eine Kooperation in Sachen Elektromobilität münden.
Das Kolitzheimer Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Elektromobilität für die breite Bevölkerung im Alltag erfahrbar zu machen. Dabei setzt Belectric Drive zum Einen auf die Langzeitvermietung seiner E-Fahrzeugflotte, die mit 45 Fahrzeugen zu den derzeit größten Deutschlands gehört. Im Gegensatz zu herkömmlichen mit Benzin oder Diesel betriebenen Autos liegen die "Treibstoff"-Kosten für 100 Kilometer bei Elektroautos lediglich bei drei bis vier Euro. Zudem verursachen die mit Strom aus der Steckdose betriebenen Fahrzeuge keinerlei Schadstoffe, sobald der zusätzliche Ausbau regenerativer Energien sichergestellt ist. „Wir wollen gewährleisten, dass unsere Elektroautos mit Energie aus der Sonne fahren“, erläutert Sebastian Bachmann. Dazu steht Belectric DRIVE die langjährige Kompetenz der im Photovoltaik Zentrum Kolitzheim ansässigen Unternehmen Beck Energy und S&F Umwelttechnik zur Verfügung, die in den letzten Jahren über 2600 Photovoltaiksysteme schlüsselfertig realisiert haben.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Konzeptes ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für die E-Fahrzeuge. Die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Energieversorgern ist dabei entscheidend. Zufrieden mit den Gesprächen am Runden Tisch zeigten sich auch die Vertreter der IHK Würzburg-Schweinfurt, die sich aktiv für die Bündelung der Kompetenzen in Sachen Elektromobilität einsetzen.
In einem nächsten Schritt sollen die aufgezeigten Handlungsfelder im Dialog mit den Unternehmen ausgearbeitet und aufgezeigt werden, welche Entwicklungen am Standort Kitzingen und in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Region Mainfranken und der Metropolregion Nürnberg möglich sind. „Wir werden in Sachen Elektromobilität in jedem Fall am Ball bleiben“, machte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller klar und zeigte sich, genau wie Sebastian Bachmann, mit den Ergebnissen des Treffens sehr zufrieden.
02.07.2010
Kolitzheim/Frankfurt (Oder) Seit Ende Juni 2010 produzieren Photovoltaikmodule auf dem Dach der First Solar Produktionshallen in Frankfurt an der Oder klimafreundlichen Sonnenstrom. Die Anlage mit eine Größe von über 12.300 Quadratmetern und einer Nennleistung von 1.284 kWp wurde innerhalb von 4 Monaten von der S&F Umwelttechnik GmbH errichtet. Die offizielle Einweihung erfolgte am Freitag, den 2. Juli 2010.
In den letzten Wochen haben die S&F Monteure mehr als 17.000 Dünnschichtmodule installiert. Auf dem Flachdach wurden die Module mit Hilfe einer Aufständerung mit 10 Grad Neigung zur Sonne ausgerichtet. Die 123 Wechselrichter (Typ SMC 10000TL ) wurden vom führenden Wechselrichterhersteller SMA AG produziert und wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der anschließend in das örtliche Stromnetz eingespeist wird. Die Geräte mit fortschrittlicher OptiTrac-Technologie zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad (98 Prozent) und ein effizientes Kühlsystem aus. Sie wurden direkt auf dem Dach, im Schattenbereich der Modulreihen, aufgestellt. Der erzeugte Solarstrom wird über 32 Kabel in zwei Niederspannungshauptverteilungen über das betriebseigene Stromnetz in das öffentliche Netz geleitet. Durch dieses System wird der klimafreundliche Strom direkt für die Produktion der Photovoltaik-Module von First Solar verwendet. Ein System, das S&F Umwelttechnik gemeinsam mit der Stadtwerke Frankfurt (Oder) GmbH entwickelt hat.
„Wir freuen uns über das Vertrauen, das First Solar uns entgegengebracht hat“, so Daniel Ziegler der Geschäftsführer der S&F Umwelttechnik. Durch Know How, Zuverlässigkeit und die Tatsache, dass alle Bauschritte mit eigenen Montageteams aus einer Hand erfolgen, konnte das Unternehmen den Modulhersteller überzeugen. Mit großem Erfolg setzt S&F Umwelttechnik seit vielen Jahren die ertragsstarken Dünnschichtmodule in PV-Dachanlagen ein. Der Systemintegrator wird durch die Blitzstrom GmbH beliefert, die schon im Jahr 2003 als erster First Solar Partner diese moderne Modultechnologie auf dem europäischen Markt präsentiert hat und seitdem erfolgreich mit First Solar kooperiert.
Die Photovoltaik-Anlage in Frankfurt (Oder) liefert jährlich gut 1,3 Megawattstunden Strom, der bis zu 366 Vier-Personen-Haushalte mit regenerativer Energie versorgen kann. Würde die gleiche Menge Energie auf herkömmliche Art produziert werden, entspräche das einem Kohlendioxidausstoß von mehr als 875 Tonnen pro Jahr. „Photovoltaik-Dachanlagen sind ein wichtiges Standbein im künftigen Energiemix und große Hallen, wie sie First Solar hat, sind ideal, um den Ausbau der regenerativen Energien weiter voranzubringen“, so Daniel Ziegler. „Nur wenn auf vielen Dächern Strom aus der Sonne generiert wird, können die Ziele des Erneuerbaren Energien Gesetzes erreicht werden“. In diesem hat die Bundesregierung festgelegt, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 30 Prozent steigen soll.
Die Blitzstrom GmbH und S&F Umwelttechnik sind zwei der Unternehmen, die sich im Photovoltaik Kompetenzzentrum Kolitzheim (Unterfranken) angesiedelt haben. Zusammen mit der Beck Energy GmbH wurde gemeinsam ein Standort geschaffen, von dem aus drei wichtige Bereiche der Solartechnik bedient werden. Die Blitzstrom GmbH tritt dabei als Großhändler auf, der seine Waren an das installierende Handwerk, an Vertriebsgesellschaften, Handels- und Großhandelsketten oder an Systemintegratoren liefert. Beck Energy und S&F Umwelttechnik kümmern sich zum einen um die Realisierung von großflächigen Freiflächen-Solarkraftwerken und zum anderen um die schlüsselfertige Installation von Photovoltaik-Dachanlagen.
25.06.2010

Kolitzheim/Höttingen Seit einem Jahr liefert das Solarkraftwerk Höttingen im Ortsteil Ottmarsfeld der Gemeinde Höttingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) regenerativen Strom. Jetzt wurde die knapp 13 Hektar große Anlage mit einem Fest für die Bürger auch offiziell eingeweiht. Dabei zogen die Verantwortlichen der Beck Energy GmbH ein positives Fazit des ersten Betriebsjahrs.
„Die Anlage in Höttingen liefert einen wichtigen Beitrag zur Ökobilanz der Gemeinde.“ Martin Zembsch zeigte sich mit dem ersten Jahr der Anlage mehr als zufrieden. Im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist vorgesehen, den Anteil erneuerbarer Energien in der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern. Der Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, die das Solarkraftwerk oberhalb des Höttinger Gemeindeteils Ottmarsfeld im Frühjahr 2009 erbaut hat, betonte bei der offiziellen Einweihung am Freitagmittag, dass die Anlage in den letzten Monaten erfolgreich und ohne größere Probleme gelaufen sei. Die 57.000 Module, die in zwei Abschnitten und langen Reihen auf die gut 13 Hektar Fläche des Solarkraftwerks verteilt wurden, liefern im Jahr etwa 4,4 Megawattstunden Strom. „Das ist genug um etwa 1.260 Vier-Personenhaushalte zu versorgen“, machte Martin Zembsch klar. Mit dem Strom aus der Sonne können jährlich mehr als 2.700 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Der Flächenverbrauch ist dabei äußerst gering. Lediglich ein kleiner Bruchteil der 13 Hektar wird durch Wechselrichter-Stationen und durch die Stützfundamente der Modulständer versiegelt. „Wir verbrauchen keine Flächen, sondern schaffen Naturraum und nutzen gleichzeitig die Sonne als Energielieferant“, erklärte Martin Zembsch. Unter und zwischen den Modulen haben die Beck Energy GmbH und Planer Jörg Ermisch (Ermisch &Partner Landschaftsplanung) großen Wert auf eine extensive Begrünung gelegt, die auch Kleinlebewesen, wie Grashüpfern oder Käfern, als Lebensraum dient. Auf den Ständern selbst haben in diesem Jahr schon zahlreiche Vögel ihr Nest gebaut.
Betrieben wird das Solarkraftwerk Höttingen von Beck Energy GmbH für die Commerz Real AG als Investor. Zahlreiche Anleger haben über einen Solarfonds die Möglichkeit genutzt, sich an der Anlage zu beteiligen. Bei der offiziellen Einweihung am Freitag hatten die Bürger nach den Grußworten von Martin Zembsch, Jörg Ermisch und Höttingens Bürgermeister Werner Grünwedel die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von dem Freiflächen-Solarkraftwerk in ihrer Nachbarschaft zu machen. In und rund um ein Zelt inmitten der Modulreihen bot sich, begleitet von Fachleuten, die Möglichkeit aus nächster Nähe zu erleben, wie Strom aus der Sonne gewonnen wird.
Mit der Beck Energy GmbH tritt in Höttingen ein Pionier in der Errichtung von Freiflächen-Solarkraftwerken auf. Die 2002 gegründete Firma mit Sitz im unterfränkischen Kolitzheim und Niederlassungen in Jessen und Luckenwalde, plant und errichtet schlüsselfertige Solarkraftwerke weltweit. In den letzten Jahren wurden bereits mehr als 85 solcher Anlagen gebaut. Die Beck Energy GmbH verwendet dabei eine äußerst effektive Technologie. Die Module werden vom weltweit führenden Unternehmen First Solar mit Dünnschicht-Technologie produziert und zeichnen sich durch Langlebigkeit, hohe Energieerträge und geringen Rohstoffverbrauch aus. Für die Einspeisung des Stroms ins örtliche Netz werden Wechselrichter des Weltmarktführers SMA AG verwendet.
23.06.2010
Kolitzheim/Bad Neustadt Auch Bad Neustadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) bewirbt sich bei der bayerischen Staatsregierung um die Modellstadt Elektromobilität. In der Verwaltung setzt man jetzt ein erstes Zeichen. Am Mittwoch wurde ein Elektroauto der Belectric Drive GmbH an den Bauhof der Stadt übergeben. Das Kolitzheimer Unternehmen bietet seit einigen Wochen die Möglichkeit, Elektroautos langfristig zu mieten und plant den Aufbau einer Ladeinfrastruktur.
„Unterfranken hätte es verdient, Modellregion in Sachen Elektromobilität zu werden.“ In den letzten Wochen hat Sebastian Bachmann erlebt, welches Potenzial in der Gegend von Bad Neustadt bis nach Kitzingen vorhanden ist. „Das Interesse an unseren Fahrzeugen ist sehr groß.“ Zahlreiche Kunden – Privatleute und Firmen – wollen die Möglichkeit nutzen, mit Elektroautos einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bei der Belectric Drive GmbH oder den Kooperationspartnern der Kolitzheimer Firma können sie einen oder mehrere Wagen langfristig mieten. „Wir wollten unsere Elektroautos einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.“
Bereits seit mehr als drei Jahren werden die Fahrzeuge im Kolitzheimer Photovoltaik Kompetenz Zentrum auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Die Erfahrungen waren sehr gut. Eine Reichweite von bis zu 90 Kilometern und eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 110 Stundenkilometern sind vor allem für den Pendlerverkehr mehr als ausreichend. Im Gegensatz zu herkömmlichen mit Benzin oder Diesel betriebenen Autos liegen die „Treibstoff“-Kosten für 100 Kilometer bei Elektroautos nur bei drei bis vier Euro. Zudem stoßen die mit Strom aus der Steckdose betriebenen Fahrzeuge keinerlei Schadstoffe aus.
Noch wird die Flotte der Belectric Drive GmbH mit Fahrzeugen bestückt, die vor einigen Jahren in Frankreich in die Serienproduktion gingen. Mittelfristig wäre das Unternehmen aber natürlich auch daran interessiert neu entwickelte Fahrzeuge zu testen. Eine der möglichen Herausforderungen für eine Modellregion Elektromobilität. Mit Blick auf die beiden unterfränkischen Bewerber Bad Neustadt und Kitzingen regte Sebastian Bachmann eine durchaus mögliche Zusammenarbeit der beiden Städte an. „Miteinander könnte man sehr viel bewegen und das Projekt Elektromobilität noch besser voranbringen.“ Denkbar sei eine Aufteilung der Kompetenzen zwischen der Region Kitzingen (Aufbau einer Ladeinfrastruktur) und der Region Bad Neustadt (Forschung und Entwicklung in Sachen Elektroauto). Keinesfalls sollte man sich im gegenseitigen Konkurrenzkampf gegenseitig zerreiben, sonst gebe es am Ende nur Verlierer, was keinesfalls im Interesse der Sache sein könne. „Elektromobilität ist eines der wichtigen Themen der Zukunft“, machte Sebastian Bachmann klar. „Man sollte die Kräfte in jedem Fall bündeln, dann hätte man auch bei der Staatsregierung noch mehr Gewicht.“
08.06.2010

Kolitzheim Mit einer Neuerung wartet S&F Umwelttechnik bei der Intersolar in München auf. Das Kolitzheimer Unternehmen präsentiert auf der Fachmesse erstmals einen Reinigungsroboter, mit dem stark verschmutzte Moduloberflächen auf Dach- und Freiflächenanlagen gesäubert werden können.
S&F Umwelttechnik bietet seinen Kunden einen Rund-um-Service für den sicheren Betrieb von Photovoltaikanlagen. Die Anlagen unterliegen der ständigen Kontrolle der Leistungsdaten, um so möglichen Ertragseinbußen aktiv vorzubeugen. Diese Anlagenfernüberwachung erfolgt in Echtzeit, so dass Störungen sofort erkannt und behoben werden können. Beim zusätzlichen S&F Jahrescheck wird die komplette PV-Anlage unter die Lupe genommen und wichtige Verschleißteile (Filter, Isolationen, etc.) bei Bedarf erneuert.
„Wir begleiten Photovoltaikanlagen auf Wunsch über die gesamte Betriebslaufzeit. Im Falle einer Störung werden sofort Gegenmaßnahmen eingeführt“, erläutert Martin Zembsch, Geschäftsführer der S&F Umwelttechnik GmbH. Neben der technischen Betriebsführung bietet S&F Umwelttechnik über das Servicepaket nun eine weitere Neuerung an, ein von einer Schweizer Firma entwickeltes Reinigungsrobotersystem.
Das System reinigt vollautomatisch und äußerst schonend die Moduloberflächen und soll vor allem in Fällen starken Verunreinigung eingesetzt werden. Diese könnte sowohl durch einen mehrjährigen Betrieb als auch durch Verstaubung in regenarmen Heißklima-Regionen verursacht werden. In den S&F Reinigungsrobotern werden besonders weiche Reinigungsbürsten und entmineralisiertes, aufbereitetes Wasser eingesetzt. Dadurch wird verhindert, dass die Modul-Oberflächen verkratzen und blind werden. Bei hartnäckigen Verschmutzungen, wie Moos oder Vogeldreck, wird auf Knopfdruck ein biologisch abbaubares Reinigungsmittel verwendet.
Die Neuerung zeichnet sich auch durch eine hohe Flexibilität aus. „Sogar senkrechte Fassaden können ohne Probleme in kürzester Zeit gereinigt werden“, sagt Martin Zembsch. Der Geschäftsführer machte sich direkt vor Ort in der Schweiz ein Bild von der innovativen Technik und dem sicheren Betrieb der Reinigungsroboter. „Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Robotertechnik.“ Das neue System lässt sich auf allen Moduloberflächen – sowohl auf Dach- als auch auf Freiflächenanlagen einsetzen. Unterschiedliche Modulklammen und verschiedene Modulrahmen werden durch die ausgeklügelte Programmierung des Roboters ohne Probleme und vollautomatisch gemeistert. Auf der Intersolar 2010, die kommenden Mittwoch in München beginnt, wird der S&F Reinigungsroboter zum ersten Mal vorgestellt. Von seinen Fähigkeiten können sich Besucher am S&F Messestand in Halle A4 Stand 151 ein Bild machen.
S&F Umwelttechnik ist einer der Gründer des Photovoltaik Zentrums Kolitzheim (Unterfranken). Zusammen mit der Beck Energy GmbH sowie der Blitzstrom GmbH wurde ein Standort geschaffen, von dem aus drei wichtige Bereiche der Solartechnik bedient werden. Die Blitzstrom GmbH tritt dabei vor allem als Großhändler auf, der seine Waren an das installierende Handwerk oder an Vertriebsgesellschaften, Handels- und Großhandelsketten und an Systemintegratoren liefert. Beck Energy und S&F Umwelttechnik kümmern sich zum einen um die Realisierung von großflächigen Freiflächen-Solarkraftwerken und zum anderen um die schlüsselfertige Installation von Photovoltaik-Dachanlagen. Auf der Intersolar präsentieren sich die Unternehmen des Photovoltaik Zentrums in Halle A5 Stand 460.
Auf dem Freigelände Stand 171 haben Besucher zudem die Möglichkeit, verschiedene PV-Dachsysteme auf Musterdächern zu anzuschauen.
10.05.2010
Belectric DRIVE ist fast schon da, wo Horst Seehofer noch hin will
Kolitzheim Elektromobilität wird in diesen Tagen groß geschrieben. Die Diskussion um eine vom Bayerischen Ministerpräsidenten gesuchte Modellstadt läuft auf Hochtouren. In und um Mainbernheim ist man schon einen Schritt weiter. Zusammen mit dem E-Werk in Mainbernheim hat die Kolitzheimer Firma Belectric DRIVE eine Initiative gestartet, bei der Elektroautos im Alltagsbetrieb zum Einsatz kommen.
„Was Horst Seehofer sucht, könnten wir ihm zumindest teilweise jetzt schon bieten.“ Sebastian Bachmann macht keinen Hehl heraus, dass er die Kolitzheimer Firma Belectric Drive für einen der Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität hält. „Wir testen die Alltagstauglichkeit von Elektroautos bereits seit 2007“, erklärt der Geschäftsführer von Belectric Drive.
Zunächst wurden die umweltfreundlichen Fahrzeuge ab 2007 als Firmenwagen im Photovoltaikzentrum Kolitzheim eingesetzt. „Später haben dann auch Mitarbeiter und ihre Familien mitgemacht“, berichtet Sebastian Bechmann. Die Resonanz war durchweg positiv. Die schadstofffreien, geräuscharmen Fahrzeuge erwiesen sich als zuverlässige und kostengünstige Alternative zum herkömmlichen Benzin- oder Diesel-Pkw. Jetzt geht Belectric DRIVE den nächsten Schritt. „Wir wollen unsere Elektroautos einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, erläutert der Geschäftsführer. Jeder soll die Möglichkeit bekommen künftig sicher und sauber mobil zu sein. Wie? „Wir vermieten Fahrzeuge für den Langzeitverbrauch.“ Wer eine Pauschale von 300 bis 400 Euro pro Monat bezahlt und im Versorgungsgebiet eines kooperierenden Energieversorgers seinen Wohnsitz hat, erhält dafür einen der etwa 40 E-Fahrzeuge, die im Kolitzheimer Fuhrpark bereit stehen. In den Kosten sind neben einer Miete auch die Wartung und Instandhaltung sowie eine Vollkasko-Versicherung und die Steuern für das Fahrzeug enthalten. Gezahlt werden muss nur noch für die Tankfüllung. Und die ist erheblich billiger als die eines mit Kraftstoff betriebenen Pkw. Für 100 Kilometer wird Strom im Wert von drei bis vier Euro verkauft. Ein Benziner schlägt für die gleiche Strecke mit etwa zehn Euro zu Buche. „Außerdem stößt er dabei rund drei Kilogramm Kohlendioxid aus.“ Das Elektroauto dagegen fährt schadstofffrei.
Belectric Drive geht aber sogar noch einen Schritt weiter. „Wir wollen Elektromobilität mit dem Ausbau erneuerbarer Energien koppeln“, führt der Geschäftsführer aus. Die Nutzer der Mietwagen sollen sich quasi die Sonne in den Tank holen.
Deswegen hat man sich mit dem E-Werk in Mainbernheim den ersten Kooperationspartner mit ins Boot geholt. „Unser Partner haben sich verpflichtet für den durch die E-Fahrzeuge verbrauchten Strom einen Ausgleich zu schaffen.“ Ziel ist der Ausbau regenerativer Energien. Das E-Werk in Mainbernheim hat vor kurzem die erste 1-MW-Anlage in seinem Bereich installiert. Sie produziert genug Strom, um über 270 Elektrofahrzeuge ein Jahr betreiben zu können. „Der Jahresverbrauch eines Autos liegt ungefähr so hoch, wie der jährliche Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts“, berichtet Sebastian Bachmann. Grundlage der Berechnung ist eine Kilometerleistung von etwa 50 Kilometer am Tag. In etwa die Strecke, die ein Großteil der Leute in der Region auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen zurücklegen. „Unsere Fahrzeuge stellen eine echte Alternative für den alltäglichen Pendel- und Überlandverkehr dar.“
Schon nach wenigen Wochen gibt es eine rege Nachfrage nach den Fahrzeugen. „Wir greifen dabei auf bewährte Technologien zurück.“ Das Elektroauto müsse für die Schaffung einer Modellregion nicht neu erfunden werden. In Frankreich gingen die in Kolitzheim verwendeten Fahrzeuge schon vor einigen Jahren in Serie. „Sie sind sicher, robust und alltagstauglich.“ Eine Spitzengeschwindigkeit von 110 Stundenkilometer ist im Stadt- und Pendelverkehr mehr als ausreichend. Genau wie die Reichweite. Mit einer Tankfüllung kommt man im Sommer zwischen 60 und 90 Kilometer weit. Im Winter sind es knapp zehn Prozent weniger. Die Ladezeit der Batterie beträgt etwa sechs bis acht Stunden. „Aufgefüllt“ werden kann der Tank an jeder Steckdose. „Man kann also früh zur Arbeit fahren, sein Auto dann in aller Ruhe laden und am Abend geht es wieder nach Hause.“
Belectric DRIVE schafft gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern eine Ladeinfrastruktur. Diese werden in Carports, Garagen und auf Firmenparkplätzen aufgestellt. Großer Vorteil: „Sie ermöglichen ein intelligentes Lastenmanagement, das bei wachsender Fahrzeugflotte nötig sein wird“, erläutert der Geschäftsführer. Sprich die Elektroautos werden zu Zeiten geladen, in denen der normale Stromverbrauch eher niedrig ist, zum Beispiel in der Nacht. Außerdem könnte man über die Säulen noch gezielter den Verbrauch regenerativer Energien steuern. „Unterfranken könnte zur Modellregion in Sachen Elektromobilität positionieren“, macht Sebastian Bachmann noch einmal klar. Den Plänen von Horst Seehofer ist man in Kolitzheim in jedem Fall schon jetzt einige Schritte voraus.
29.04.2010
Kolitzheim Im Rahmen des Parteitags im SPD-Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Becker das Photovoltaikzentrum in Kolitzheim. Der Umweltexperte, unter anderem Berichterstatter der Sozialdemokraten im Umweltausschuss des Bundestags, machte dabei deutlich, dass seine Partei die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Erneuerbare Energien Gesetzes auch nach den in der letzten Woche vorgestellten Anpassungen ablehnt.
„Die Bundesregierung riskiert, dass Deutschland seine technologische Marktführerschaft im Bereich Photovoltaik verliert“, ließ Dirk Becker keinen Zweifel daran, dass vor allem die geplante Absenkung der Einspeisevergütung um bis zu 16 Prozent weitreichende Folgen haben könnte. „Der deutsche Solarmarkt könnte zusammenbrechen.“ Auf völliges Unverständnis stößt beim Politiker der Plan die Vergütung für Freiflächenanlagen auf Ackerflächen komplett zu streichen. „Gerade diese Anlagen sind effektiv und machen den Solarstrom deutlich billiger.“ Ein Aus für die Ackerflächen würde eine Ausweitung der Produktion verlangsamen und damit den gewünschten Kostensenkungen im Wege stehen. Außerdem sei ein grundsätzliches Aus für Ackerflächen ein Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen. „Nicht die Bundesgesetzgebung, sondern die Kommunen vor Ort sollten über den Bau solcher Anlagen entscheiden“, erklärte der Abgeordnete. Sie können die Verhältnisse vor Ort im Einzelfall viel besser einschätzen und eine vernünftige Abwägung der Interessen, auch zwischen Landschaftsschutz und der Notwendigkeit regenerative Energien weiter auszubauen, leisten.
Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, würde sogar noch einen Schritt weitergehen. „Ackerflächen zu streichen ist der falsche Weg.“ Damit werde die Bundesregierung ihrem Ziel, die Summen, die für die Zahlung der Einspeisevergütung aufgebracht werden müssen, zu senken, sicherlich nicht näher kommen. Im Gegenteil. Die Umlage wird sogar steigen, weil die Produktion sich von der Freifläche aufs Dach verlagert, dass schon bisher und auch weiterhin höher gefördert wird. „Nur wenn wir weiter auf Solarstrom vom Acker setzen, kann das Ziel, Solarstrom schnell konkurrenzfähig zu anderen Energiequellen zu machen, in den kommenden Jahren erreicht werden.“
Im Ausland habe man die Chancen der Freiflächenanlagen erkannt. Deswegen bemühe sich die Beck Energy GmbH auch verstärkt um die Verwirklichung von Projekten in Frankreich, Spanien, Italien, aber auch in Indien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Man müsse sich auch in Deutschland endlich von der immer wieder kehrenden Behauptung verabschieden, dass Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen wertvolles Land für die Produktion von Lebensmitteln verbraucht. „Die Flächenkonkurrenz gibt es nicht.“ Insgesamt wäre gerade einmal ein Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland nötig, um 90 Prozent des Stroms zu produzieren. Auch die Vermutung, dass mit Anlagen auf Grünflächen oder Äckern Flächen versiegelt werden, sei aus der Luft gegriffen. „Unter den Modulen entsteht Lebensraum für Fauna und Flora.“ Davon konnten sich Dirk Becker, sein Bundestagskollege Frank Hofmann und die SPD-Mitglieder des Unterbezirks Schweinfurt/Kitzingen auch bei einem Rundgang auf dem Firmengelände des Photovoltaikzentrums Kolitzheim überzeugen. Unter der hauseigenen Freiflächenanlage, die jährlich Strom für mehr als 550 Vier-Personen-Haushalte produziert, sprießt bereits üppiges Grün. Der heimliche „Star“ der Tour durch die Solarfirmen war aber ein Tesla Roadster. Der erste vollständig elektrisch betriebene und in Serie produzierte, zweisitzige Sportwagen. Ein echter Blickfang für den Sonntagsausflug, ein umweltfreundlicher noch dazu. Dieses Attribut können auch die Renault Kangoo, die ebenfalls für eine Probefahrt bereitstanden, für sich beanspruchen. Sie sind Teil des Pilotprojekts Belectric Drive, mit dem das PhotovoltaikzentrumElektromobilität in die Region bringen will. Ziel die die Langzeitvermietung von Elektrofahrzeugen für Kurzstrecken. Vor allem für Berufspendler und Familien könnten die Elektrofahrzeuge, die an der Steckdose und mittelfristig an speziellen Ladestationen, die durch Solarstrom versorgt werden, betankt werden können, von Interesse sein.
12.03.2010

Kolitzheim/Sömmerda Am Montag, 15. März, bezieht die S&F Umwelttechnik Thüringen GmbH, ihren Firmensitz in Sömmerda, etwa 15 Autominuten nördlich von Erfurt. Die am 30. Oktober 2009 gegründete Gesellschaft soll mittelfristig das Photovoltaik Kompetenzzentrum in Mitteldeutschland für schlüsselfertige Dachanlagen werden.„Wir haben uns lange genug vorbereitet. Jetzt geht es endlich los.“ Michael Krause und seinem elfköpfigen Team ist die Freude auf den Umzug nach Sömmerda anzumerken. Dort bezieht die S&F Umwelttechnik Thüringen GmbH ab kommenden Montag ihren Sitz. Von dort aus soll das Photovoltaik-Brachland Thüringen intensiv bearbeitet werden. „Wir sind alle hoch motiviert und wollen in Thüringen etwas bewegen.“ In den letzten vier Monaten würden die Mitarbeiter im Photovoltaik Kompetenzzentrum Kolitzheim intensiv eingearbeitet und qualifiziert.
Thüringen spielt in der Photovoltaik-Branche eine Schüsselrolle, vor allem in der Produktion. Firmen, wie Bosch Ersol oder Masdar haben in Thüringen ihren Sitz. Installierte Dachanlagen gibt es rund um Erfurt, Jena, Suhl oder Weimar dennoch eher selten. „Bei den installierten Anlagen liegt Thüringen deutlich hinter Bayern zurück“, erklärt Michael Krause. Es gibt im Nachbar-Bundesland also jede Menge Bedarf. Mit S&F Umwelttechnik Thüringen soll die Nachfrage kräftig angekurbelt werden. Durch den neuen Firmensitz, direkt vor Ort in Thüringen, sei man näher am Geschehen und an den potenziellen Kunden. „Wir freuen uns auf viele Anfragen und Aufträge.“ Für das laufende Jahr 2010 streben Michael Krause und sein Team an, Anlagen mit einer Gesamtgröße von 15 MWp zu projektieren und natürlich auch zu errichten.
In den letzten Monaten hat Michael Krause, der als Geschäftsführer für die Etablierung des neuen Unternehmens am Markt verantwortlich ist und den Aufbau des neuen Unternehmenssitzes leitet, ein Team aus Ingenieuren, Projektanten, Technikern, Monteuren und Sachbearbeitern zusammengestellt. Die bisher entstandenen elf neuen Stellen wurden bereits mit Mitarbeitern, die aus der Region rund um Erfurt kommen, besetzt. „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt“, sagt der Geschäftsführer. Insgesamt sollen bis Ende 2010 etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt werden. „Wir freuen uns schon, dass es jetzt endlich auch in Sömmerda richtig los geht.“ Neben der Einarbeitungs- und Qualifizierungszeit der Mitarbeiter liefen von Kolitzheim aus parallel auch schon die Arbeiten an Projekten in Thüringen und Sachsen. Die ersten Aufträge wurden bereits unterzeichnet und geplant. „Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, dann können wir mit der Installation beginnen“, sagt Michael Krause. Mittelfristig soll die S&F Umwelttechnik Thüringen das Photovoltaik-Kompetenzzentrum Kolitzheim entlasten und zu einem zweiten Kompetenzzentrum in Sachen schlüsselfertige Dachanlagen in Mitteldeutschland heranwachsen. „Der neue Standort liegt ideal.“ Zum einen ist die Verkehrsanbindung, Sömmerda liegt direkt an der Autobahn A 71, optimal. Zum anderen spielt die Nähe zu Photovoltaik-Kompetenzzentrum Kolitzheim und die damit verbundenen kurzen Fahrzeiten vom einen zum anderen Standort eine wichtige Rolle. Wann immer es nötig ist, können sich die beiden Unternehmen problemlos mit Personal und Material aushelfen. Dass auch das Photovoltaik-Zentrum Kolitzheim vom neuen Standort profitiert, zeigte sich schon bei der Suche nach Personal für S&F Umwelttechnik Thüringen. Neben den neuen Mitarbeitern für Sömmerda waren unter den Bewerbern auch einige qualifizierte Kandidaten, die im Photovoltaik-Kompetenzzentrum Kolitzheim eine Anstellung gefunden haben.
20.01.2010

Die Beck Energy GmbH hat mit seinen Partnern im Jahr 2009 dazu beigetragen, dass mehr als 100 000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien mit Strom aus der Sonne versorgt werden. Das Unternehmen aus dem unterfränkischen Kolitzheim hat in den letzten zwölf Monaten 30 schlüsselfertige Solarkraftwerke errichtet. Erstmals wurde auch eine Anlage in Indien ans Netz gebracht.„Wir haben erneut gezeigt, dass wir zu den Pionieren im Bereich Freiflächen-Solarkraftwerke gehören“, freut sich Geschäftsführer Bernhard Beck über das gute Ergebnis. Im Vergleich zum Jahr 2008 konnte die Zahl der neuen Anlage noch einmal um 50 Prozent gesteigert werden. Zudem befinden sich zahlreiche Projekte in der Planung oder im Bau. „Unser Ziel ist und bleibt es, die Versorgung der Menschen mit ökologischem Strom weiter voranzutreiben. Wir wollen und müssen unabhängig von Kohle und Erdöl werden.“ Durch weitere Investitionen in Forschung und Technik wolle man konsequent daran arbeiten, dass Strom aus Sonnenenergie in naher Zukunft für den Endverbraucher nicht mehr teurer als Strom aus konventionellen Quellen sein wird.
Dass sich die Beck Energy GmbH inzwischen als weltweit operierendes Unternehmen versteht, zeigt das Engagement in Indien. Dort wurde in Jamuria in der Provinz West-Bengalen die erste Freiflächensolaranlage in ganz Indien erbaut. „Wir freuen uns, dass wir in Indien ein Vorreiter für Solarstrom sein konnten“, erklärt Bernhard Beck. Gerade in den bevölkerungsreichen Ländern im asiatischen Raum bestehe ein enormer Bedarf an erneuerbaren Energien. Die gut zwei Hektar große Anlage in Jamuria sei ein erster kleiner Schritt für mehr Umweltbewusstsein in Asien, dem mit der Errichtung einer kleinen Anlage auf einem Malediven-Atoll bereits ein zweiter folgte.
In Europa wurden Solarkraftwerke in Frankreich (in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EDF EN und Colsun), Spanien (in Zusammenarbeit mit Assyce), in Italien (in Zusammenarbeit mit Astro Energy) und in Griechenland (in Zusammenarbeit mit ABN Solar) schlüsselfertig errichtet und gingen ans Netz. Mit dem ersten Bauabschnitt des Kraftwerks in Gabardan (zwischen Toulouse und Bordeaux) wurde ein Großprojekt in Angriff genommen, bei dem am Ende mehr als 55 Hektar Fläche für Photovoltaik genutzt werden. „Alle südeuropäischen Länder sind ein wichtiger Zukunftsmarkt für Solarstrom“, macht Bernhard Beck klar. Durch die, im Vergleich zu Deutschland, wesentlich intensivere Sonneneinstrahlung, kann mit Freiflächenkraftwerken deutlich mehr Strom erzeugt werden.
„Aber auch in Deutschland muss die Versorgung noch weiter ausgebaut werden“, sagt der Geschäftsführer der Beck Energy GmbH und setzte darauf, dass die Diskussion um den Flächenverbrauch durch Freiflächen-Solaranlagen wieder abebbt. „Wir verbrauchen keine Flächen, wir nutzen sie zum Wohl der Menschen.“ Welchen Stellenwert Solarstrom inzwischen hat, zeigen auch die Besuche des bayerischen Umweltministers Markus Söder und des Energieexperten der Grünen Hans-Josef Fell im Photovoltaikzentrum Kolitzheim, wo die Beck Energy GmbH ihren Sitz hat.
Größtes Projekt in Deutschland war 2009 die Anlage in Repperndorf (Landkreis Kitzingen), die auf gut 39 Hektar im Jahr 9,130,000 Kilowattstunden (kWh) Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Genug um über 2600 Haushalte zu versorgen. Eine mögliche Alternative zu Ackerflächen sind so genannte Konversionsflächen. 2009 konnte die Beck Energy GmbH auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik in Goldbeck eine etwa zwei Hektar große Anlage errichten. In Reckahn (Landkreis Potsdam-Mittelmark) entsteht in einem brachliegenden Gewerbegebiet auf gut 90 Hektar eine der größten Freiflächenanlagen im Bundesland Brandenburg, die schon bald jährlich 39 Millionen Kilowattstunden Strom liefern soll. Insgesamt wurden von der Beck Energy GmbH im Jahr 2009 weltweit 30 Freiflächen-Solarkraftwerke auf einer Fläche von 332 Hektar schlüsselfertig errichtet. Die Monteure des Kolitzheimer Unternehmens installiertenknapp 1,2 Millionen Solarmodule. Mit den neuen Anlagen kann jährlich eine Strommenge von mehr als 91,000,000 Kilowattstunden produziert werden, was einer CO2 Einsparung von über 63,000 Tonnen entspricht
Auch im abgelaufenen Jahr setzte die Beck Energy GmbH wieder auf die Zusammenarbeit mit ihren bewährten Partnern First Solar Inc. (Dünnschichtmodule) und SMA Solar Technology AG (Wechselrichter). Zudem kam verstärkt der neue Kraftwerkswechselrichter der Firma Padcon zum Einsatz. „Ohne die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten könnten wir gar nicht die Vielzahl von Anlagen ans Netz bringen. Professionalität und Zuverlässigkeit sind in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten wichtiger denn je, um Investitionen in richtungsweisende und umweltfreundliche Energieerzeugung auch für Anleger mit hohem Sicherheitsbewusstsein zu ermöglichen", unterstreicht Geschäftsführer Bernhard Beck die Wichtigkeit der Partner.
Neuland betrat das Unternehmen im abgelaufenen Jahr mit den Solarfonds der Commerz Real AG. Die Fonds umfassen neun von der Beck Energy GmbH betriebene Solarfreiflächenkraftwerke in Bayern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Sie bieten auch Interessenten, die nicht über geeignete Ackerflächen verfügen, die Möglichkeit gewinnbringend in den Zukunftsmarkt Photovoltaik einzusteigen.
06.11.2009
Henstedt-Ulzburg Mit einem Tag der offenen Tür feiert die HU SunGate Beteiligungs KG am Freitag, 6. November, die Inbetriebnahme der Photovoltaik-Dachanlage auf der neuen Halle der MF Gabelstapler-Service GmbH. Von 14.00 bis 17.00 Uhr haben Besucher die Möglichkeit die aus mehr als 1200 Modulen bestehende Anlage, die von der Firma S&F-Umwelttechnik aus Kolitzheim (Landkreis Schweinfurt / Unterfranken) installiert wurde, genau unter die Lupe zu nehmen. Unter anderem bei einer „Luftfahrt“ mit dem Gabelstapler.
„Das ist eine optimale Möglichkeit, alternative Energie zu nutzen.“ Martin Frass ist von den mehr als 980 Quadratmetern großen Photovoltaik-Anlage, die in den letzten Wochen auf dem Dach seiner neuen Halle installiert wurden, mehr als überzeugt. Und nicht nur er. Betreiber der Anlage ist die HU SunGate Beteiligungs KG.
„Die Idee für eine gemeinsame Photovoltaikanlage entstand am runden Tisch und wurde im Mai 2009 in der ,Woche der Sonne' erstmals vorgestellt“, erklärt Manja Biel, die für die Gemeinde Henstedt-Ulzburg als Wirtschaftsförderin tätig ist. In der Zwischenzeit wurde die Betreibergesellschaft gegründet. „In der heutigen Zeit setzen wir mit der Photovoltaikanlage ein Zeichen für die ökologische Energiegewinnung“, berichtet Manja Biel. Die Wirtschaftlichkeit der Anlage stützt sich auf das „Energiespeisegesetz“ (EEG), das eine feste Vergütung für die 20 Jahre ab Inbetriebnahme einer Anlage garantiert. Die Renditeerwartungen liegen anfangs bei vier Prozent und steigen im Lauf der Jahre auf 17 Prozent an. „Bei diesen Aussichten war es nicht schwer, ortsansässige Unternehmer, die in dieses sinnvolle Projekt investieren, zu finden.“
Insgesamt sollen bei der MF Gabelstapler-Service GmbH fast 85 000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugt werden. Genug um gut 20 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Würde die Energie der Anlage auf herkömmliche Art produziert, entspräche das einem Kohlendioxidausstoß von fast 70 000 Kilogramm im Jahr.
Neben der Einspeisung ins lokale Stromnetz, mit der ein wichtiger Beitrag zum Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) geleistet wird, könnte der Strom aus der Sonne grundsätzlich auch von Martin Frass für seine MF Gabelstapler-Service GmbH genutzt werden. „Solarenergie ist ein Zukunftsmarkt“, führt der Unternehmer aus. Schon jetzt laufen mehr als die Hälfte seiner Gabelstapler mit Elektroantrieb. Die Dachanlage bietet eine sehr gute Möglichkeit, die Batterien der Fahrzeuge effizient zu laden. „Gerade bei Neubauten bietet es sich an, sich die moderne Technik aufs Dach zu holen“, macht Martin Frass klar.
Die Wahl fiel auf S&F-Umwelttechnik. Das Unternehmen aus Kolitzheim (Landkreis Schweinfurt/Unterfranken) ist ein echter Pionier in Sachen Solardächer. Bereits seit mehreren Jahren bietet man die schlüsselfertige Montage von großen Dachanlagen europaweit an und kann auf weitreichende Erfahrungen zurückgreifen. „Keine andere Energieform lässt sich so leicht in ein Gebäude integrieren“, nennt Vertriebsleiter Carsten Köhler einen der Vorteile von Photovoltaikanlagen. Sie seien zudem geräuschlos und wartungsarm. In den letzten Wochen wurde auf dem Dach der neuen Halle von Martin Frass eine Photovoltaikanlage mit über 1280 Solarmodulen installiert. Verwendet wurden Solarmodule, die auf der First Solar Dünnschichtechnologie beruhen. „Mit diesen Modulen kann bis zu 15 Prozent mehr Energie produziert werden als mit der herkömmlichen Siliziumtechnologie“, berichtet Carsten Köhler. Vor allem die Temperaturunempfindlichkeit und das gute Schwachlichtverhalten stellen einen deutlichen Vorteil zu anderen Modulen dar. Durch die rahmenlose Verarbeitung auf einer neuartigen Unterkonstruktion werden Beeinträchtigungen des Wirkungsgrads durch Schnee oder Schmutz, die sich bei anderen Anlagen vor allem an den Rändern der Module anlagern, vermieden. „Die Solarmodule sehen auch optisch durchaus ansprechend aus“, erläutert der Vertriebsleiter.
S&F-Umwelttechnik ist eines von drei Unternehmen, die sich im Kolitzheimer Photovoltaik-Zentrum im Landkreis Schweinfurt (Unterfranken) angesiedelt haben. Zusammen mit der Beck Energy GmbH sowie der Blitzstrom GmbH wurde gemeinsam ein Standort geschaffen, von dem aus drei wichtige Bereiche der Solartechnik bedient werden. Die Blitzstrom GmbH tritt dabei vor allem als Großhändler auf, der seine Waren an das installierende Handwerk oder an Vertriebsgesellschaften, Handels- und Großhandelsketten und an Systemintegratoren liefert. Beck Energy und S&F Umwelttechnik kümmern sich zum einen um die Realisierung von großflächigen Freiflächen-Solarkraftwerken und zum anderen um die schlüsselfertige Installation von Photovoltaik-Dachanlagen. In den letzten Jahren ist die Mitarbeiterzahl im Photovoltaik-Zentrum stetig gewachsen und steht derzeit bei 350.
Das Projekt auf der Halle von Martin Frass könnte der Beginn einer längerfristigen Tätigkeit der S&F-Umwelttechnik in der Region sein. „Wir werden schon bald weitere Anlagen liefern“, blickt Carsten Köhler optimistisch in die Zukunft.
19.10.2009

Reckahn Die Beck Energy GmbH plant bei Reckahn (Gemeinde Kloster Lehnin, Landkreis Potsdam Mittelmark) den Bau eines der größten Freiflächensolarkraftwerke in Brandenburg. Auf zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von mehr als 90 Hektar soll in einem brachliegenden Gewerbegebiet umweltfreundlicher Strom für mehr als 11 700 Haushalte produziert werden. Die Bauarbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen.
Mehr Unabhängigkeit von herkömmlichen Energien! Das wünscht sich der Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin, Bernd Kreykenbohm. „Wir können mit unserer Anlage einen enorm wichtigen Beitrag dazu leisten“, macht Detlef Kunkel klar. Für den Projektentwickler der Beck Energy GmbH liegt der wichtigste Vorzug des geplanten Freiflächensolarkraftwerks bei Reckahn auf der Hand. Die Ökobilanz der Gemeinde könnte erheblich aufgebessert werden. Schließlich würde von den Modulen, die auf zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von gut 90 Hektar aufgestellt werden sollen, jährlich Strom für mehr als 11 700 Haushalte produziert werden - und das 20 Jahre lang. Entsprechende Pachtverträge zwischen der Gemeinde und dem Solarunternehmen aus Kolitzheim (Landkreis Schweinfurt/Unterfranken) wurden bereits unterzeichnet. Das Projekt bedeutet für Kloster Lehnin nach Anlagen für Windenergie und Biogas einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erreichung des im Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) vorgegeben Ziels, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern. Das Kraftwerk bei Reckahn könnte zudem einen Vorbildcharakter für die ganze Region haben. Schließlich ist es eine der größten Anlagen in ganz Brandenburg. Der Gemeinde Kloster Lehnin ist es gelungen, mit der Beck Energy GmbH endlich einen Interessenten für ein seit Jahren brachliegendes Gewerbegebiet, das bisher vor allem als Acker genutzt, wurde zu finden. „Wir sind ständig auf der Suche nach passenden Flächen“, erklärt Stefan Brabant, Leiter der Niederlassung Mitte in Jessen, gut 100 Kilometer entfernt von Kloster Lehnin. Auf das Gebiet bei Reckahn wurde man durch das Amt für Wirtschaftsförderung aufmerksam. „Das ebene Areal eignet sich sehr gut“, sagt Stefan Brabant.
Auf 56 Hektar im Bereich der so genannten Steinpyramide und auf 35 Hektar westlich der Straße nach Göttin sollen ab Anfang nächsten Jahres die bis zu 3,5 Meter hohen Ständer mit den Solarmodulen in langen Reihen aufgestellt werden. Die Beck Energy GmbH setzt dabei auf modernste Technik. „Wir verwenden First-Solar-Dünnschichtmodule“, erläutert Detlef Kunkel. Die in Frankfurt/Oder hergestellten Module zeichnen sich durch extreme Langlebigkeit aus. Ein von Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, entwickeltes Wechselrichter-System sorgt zudem dafür, dass auch an Tagen mit wenig Sonne die Stromproduktion möglichst effektiv läuft. Großen Wert legt man beim Kolitzheimer Unternehmen auch auf dem Umweltaspekt. „Rund um die Anlagen werden hohe Hecken, Sträucher und Büsche gepflanzt“, erläutert Detlef Kunkel. Die sorgen dafür, dass die Solarmodule in Reckahn von außen kaum einsehbar sein werden. Grün wird auch innerhalb der Kraftwerksflächen die vorherrschende Farbe sein. „Wir verbrauchen kaum Land und versiegeln kaum Flächen“, erklärt der Projektentwickler. Unter und zwischen den Modulen legt die Beck Energy GmbH großen Wert auf eine extensive Begrünung, die auch Kleinlebewesen, wie Grashüpfern oder Käfern, als Lebensraum dient. „Die Anlage hat fast den Charakter eines Biotops und passt sich sehr gut in die Landschaft ein.“
Zudem haben die Anlagen eine hohe Flächeneffizienz. Es wird kaum Land verbraucht, aber dennoch viel Strom erzeugt. In Reckahn 39 Millionen Kilowattstunden im Jahr. „Wollte man die gleiche Menge mit Biomassekraftwerken erzeugen, müsste man auf gut 900 Hektar Mais anbauen“, erklärt der Projektleiter. Für die Stromproduktion mit Biogas würde die verbrauchte Fläche gar bei etwa 4000 Hektar liegen. Mit dem Kraftwerk in Reckahn, das zu 100 Prozent ökologischen Strom liefert, könnten jährlich fast 41.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Mit dem Bau der Anlage, der in der Region durchaus weitere folgen könnten, leistet die Beck Energy GmbH auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Land Brandenburg. Die Fertigstellung der Anlage wird von der Bauabteilung des Unternehmens in Luckenwalde, die etwa 50 Beschäftigte hat, übernommen. Die Module kommen aus Frankfurt/Oder und auch die Niederlassung Mitte von Beck Energy liegt gerade einmal 100 Kilometer entfernt. Das geplante Freiflächensolarkraftwerk ist ein regionales Projekt im Sinne des Klimaschutzes. „Außerdem geben wir der Gemeinde Kloster Lehnin durch den Bau der beiden Anlagen eine gewisse Handlungsfreiheit zurück“, erläutert Stefan Brabant. Durch Belegung und Nutzung von gut drei Vierteln der Fläche des bisher brachliegenden Gewerbegebiets hat die Gemeinde nun wieder die Möglichkeit, Planungs- und Ansiedlungsvorhaben an anderer Stelle voranzutreiben.
Mit der Beck Energy GmbH tritt in Reckahn ein Pionier in Sachen Freilandsolarkraftwerke auf. Die 2002 gegründete Firma mit Sitz in Kolitzheim ist europaweit das einzige Unternehmen, das schlüsselfertige Solarkraftwerke ohne Inanspruchnahme von Subunternehmern plant und baut. In Europa wurden bereits mehr als 55 solcher Anlagen gebaut. In Spanien, Frankreich, Tschechien, Rumänien und Amerika genauso wie in der Region. Die Beck Energy GmbH verwendet zudem eine äußerst effektive Technologie. Die Module werden mit Dünnschicht-Technologie produziert und zeichnen sich auch durch extreme Langlebigkeit aus. Mit Hilfe der Solarmodule wird aus dem Sonnenlicht Gleichstrom produziert. Wechselrichtersysteme wandeln diesen Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist wird. Für jede Kilowattstunde wird eine gesetzlich festgelegte Vergütung bezahlt, die derzeit bei 31,94 Cent liegt.
14.10.2009

Sachsen-Anhalt/Goldbeck Die Beck Energy GmbH baut auf dem zu einem Gewerbegebiet umgewandelten Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Goldbeck ein Freiflächen-Solarkraftwerk, das auf einer Fläche von gut zwei Hektar umweltfreundlichen Strom für knapp 180 liefern wird. Die Bauarbeiten beginnen Mitte Oktober und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.„Die Anlage liefert einen wichtigen Beitrag zur Ökobilanz von Goldbeck“, berichtet der Projektentwickler Thomas Kuhlmann von der Beck Energy Niederlassung in Jessen. „Der Standort eignet sich hervorragend.“ Das Solarkraftwerk mit dem knapp 180 Goldbecker Haushalte mit Strom versorgt werden können, ist ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg der Gemeinde zur Erreichung, des im Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) vorgegeben Ziels, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern.
Auf einer Fläche von gut zwei Hektar hinter dem Verwaltungsamt sowie in der Nähe des so genannten Schlammbergs werden in Goldbeck etwa 8000 Solarmodule auf Stahlkonstruktionen in langen Reihen aufgestellt. „Wir versiegeln dabei kaum Flächen“, berichtet Thomas Kuhlmann. Unter und zwischen den Modulen legt die Beck Energy GmbH großen Wert auf eine extensive Begrünung, die auch Kleinlebewesen, wie Grashüpfern oder Käfern, als Lebensraum dient. „Die Anlage hat fast den Charakter eines Biotops“, stellt der Projektentwickler heraus.
Bemerkenswert ist auch die Flächeneffizienz der Anlage. Es wird kaum Land verbraucht, aber dennoch viel Strom erzeugt. In Goldbeck mehr als 600 000 Kilowattstunden im Jahr. „Wollte man die gleiche Menge mit Biomassekraftwerken erzeugen, dann müsste man auf 20 Hektar Mais anbauen“, erklärt Thomas Kuhlmann. Für die Stromproduktion mit Biogas würde die verbrauchte Fläche gar bei gut 100 Hektar liegen. Mit dem Kraftwerk in Goldbeck, das zu 100 Prozent ökologischen Strom liefert, könnten jährlich gut 400 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Die Bauarbeiten an der Anlage sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Wir wollen mit der Anlage vor 2010 ans Netz gehen“, macht Thomas Kuhlmann klar, dass der Strom aus der Sonne schon bald fließen soll. 20 Jahre lang – so lange wurde ein Pachtvertrag zwischen der Beck Energy GmbH und der Gemeinde geschlossen – würde die Anlage dann regenerative Energie liefern. Das Projekt in Goldbeck soll nicht das letzte in der Region sein. „Wir würden gerne weitere Kraftwerke realisieren und sind ständig auf der Suche nach passenden Flächen“, erklärt der Projektentwickler.
Mit der Beck Energy GmbH tritt in Goldbeck ein Pionier in Sachen Freiflächen-Solarkraftwerke auf. Die 2002 gegründete Firma mit Sitz in Kolitzheim und einer Niederlassung in Jessen, ist europaweit das einzige Unternehmen, das schlüsselfertige Solarkraftwerke komplett plant, projektiert und auch errichtet. In Europa wurden bereits mehr als 55 solcher Anlagen gebaut - in Spanien, Frankreich, Tschechien, Rumänien und Amerika genauso wie in der Region. Beck Energy verwendet hauptsächlich moderne First Solar Dünnschichtmodule, die sich durch hohe Energieerträge und geringen Rohstoffverbrauch auszeichnen. Die Solarmodule werden von First Solar im Werk in Frankfurt/Oder gefertigt. Für die Einspeisung des Stroms ins örtliche Netz werden Wechselrichter des Weltmarktführers SMA verwendet.
12.10.2009

Kolitzheim Scope Analysis, eines der führenden Analyseinstitute in Deutschland, hat den Solarfonds CFB 174 der Commerz Real AG mit einem Top Investment Rating bewertet. Der Solarfonds umfasst vier von der Beck Energy GmbH errichtete und geführte Solar-Freiflächenkraftwerke in Bayern und Sachsen-Anhalt.
„Das Top-Rating ist ein Beweis für die hohe Effizienz unserer Solaranlagen“, schwärmt Martin Zembsch, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH. Scope Analysis hatte den Solarfonds mit einem A – als besten Fonds von 13 getesteten geschlossenen Fonds im Bereich Energie bewertet. CFB 174 eröffnet nach Ansicht der Analysten die Möglichkeit, auch ohne den Besitz eines geeigneten Ackers gewinnbringend in den Zukunftsmarkt der Photovoltaik einzusteigen. Beteiligungen sind ab einer Summe von 10 000 Euro möglich. Die Einspeiseregelungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geben dem Solarfonds eine hohe Sicherheit und garantieren die Stromabnahme über die nächsten 20 Jahre.
Für die Commerz Real AG ist neben der sonnenreichen Lage der vier Solarkraftwerke in Großhasslach, Höttingen, Repperndorf und Jessen auch die Beck Energy GmbH als Baupartner ein wichtiger Pluspunkt des Solarfonds CFB 174. „Die Kompetenz und Erfahrung der Partner sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Ihr Investment“, heißt es in der Infobroschüre zum CFB 174. Die hohe Qualität der verwendeten Komponenten und die kompetente Bauausführung schaffen mögliche Ausschüttungen im Bereich von 7,5 bis 36 Prozent.
Die Beck Energy GmbH hat zusammen mit seinen Partnern S&F Umwelttechnik und Blitzstrom in den letzten Jahren mehr als 2000 Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von mehr als 150 MWp fertiggestellt. Mit der in den Photovoltaikanlagen jährlich produzierten Solarenergie könnten mehr als 42 000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden.
Die Investition in den Solarfonds CFB 174 ist also nicht nur eine attraktive Anlagemöglichkeit. Mit ihr leisten Anleger auch einen Beitrag zum Klimaschutz. „Der Solarfonds bietet die Möglichkeit erfolgreich in regenerative Energien zu investieren“, findet Martin Zembsch. „Auch ohne eigenen Acker und mit geringem Eigenkapitalanteil können Anleger Solarstrom produzieren und davon profitieren.“
Scope Anaylsis ist Teil der Scope Group. Die Scope Group gehört zu den führenden Analyse- und Advisoryinstituten in Deutschland. In den Sektoren Geschlossene Fonds, Offene Immobilienfonds und Zertifikate bewertet Scope jährlich über 150 000 Kapitalanlagen und mehr als 50 Managementgesellschaften.
05.10.2009

Umweltminister Dr. Markus Söder besucht Blitzstrom, Beck Energy und S&F Umwelttechnik in Kolitzheim
Kolitzheim: Bayerns Umweltminister Markus Söder besuchte zusammen mit dem früheren Bundeswirtschaftsminister Michael Glos das Photovoltaik Zentrum Kolitzheim. Der CSU-Politiker erläuterte beim Unternehmerfrühstück der Mittelstandsunion die „Energiepolitik aus Sicht der CSU“ und machte sich ein Bild von der positiven Entwicklung der Unternehmen im Photovoltaik Zentrum.
„Wir freuen uns über das Interesse aus München an unserer Arbeit.“ Für Martin Zembsch ist der Besuch von Markus Söder auch ein Stück große Anerkennung. „Wir sind technologisch einer der Marktführer auf dem deutschen Markt“, erklärt der Geschäftsführer. Die vier Firmen im Photovoltaik Zentrum Kolitzheim, das der Umweltminister besuchte, sind seit der Gründung des Zentrums im Ende 2006 ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region geworden. „Wir haben hier 350 Arbeitsplätze geschaffen“, berichtete Martin Zembsch. Weitere 100 Mitarbeiter gibt es in der Niederlassung in Ostdeutschland. Außerdem beschäftigen Partner und Zulieferer weitere 200 Mitarbeiter. Zahlen, die nicht nur den Mitgliedern der Mittelstandsunion einen Beifall wert waren. Auch Markus Söder zeigte sich beeindruckt.
„Die Sonne ist das Öl des 21. Jahrhunderts!“, ließ Bayerns Umweltminister keinen Zweifel daran, dass der Weg, der in Kolitzheim beschritten wird der richtige ist. Auch er und seine Partei sehen in der Solarenergie die Energieform der Zukunft. „Deutschland braucht einen ökologischen Energiemix.“ In den nächsten Jahren müsse der Anteil an erneuerbaren Energien stetig weiter steigen. Gleichzeitig müsse man aber aufpassen, dass Energie für den Bürger auch bezahlbar und verfügbar bleibt. Deswegen, so der Minister, müsse man nicht nur in den Bau immer neuer Anlagen investieren, sondern auch und vor allem in die Forschung. „Der Wirkungsgrad der Module muss weiter verbessert werden“, machte Markus Söder klar, dass für ihn der Weg in eine Zukunft mit regenerativen Energien über eine höhere Effizienz und Nachhaltigkeit führt.
Martin Zembsch stellte dem bayerischen Umweltminister die Firmen im Photovoltaik Zentrum vor. Alle Unternehmen sind Pioniere auf dem Gebiet der Sonnenenergie und haben mit technischen Innovationen viel zur Entwicklung der Branche beigetragen. So wurden allein in diesem Jahr von Geschäftsführer Bernhard Beck und seinem Team mehr als 20 Innovationen durch Patente abgesichert, die auch von Weltmarktführern im Bereich Solartechnik genutzt werden. „Darauf können wir zurecht stolz sein“, machte Martin Zembsch klar. Nur wer an Innovationen arbeite, könne auf Dauer den Anforderungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gerecht werden.
Großen Wert legt man im Photovoltaik Zentrum Kolitzheim darauf, dass alle Arbeiten von der Projektierung über die Planung bis zum Bau der Anlagen im eigenen Haus erledigt werden. „Wir sind europaweit die einzige Firma, die ihre Kraftwerke komplett selbst schlüsselfertig anbieten.“ Hauptsächlich dafür wurde in Kolitzheim ein Fahrzeugpark mit teilweise eigens für den Bau der Solaranlagen entwickelten Fahrzeugen angelegt. Momentan umfasst er mehr als 150 Fahrzeuge. „Unser Ziel ist es Investoren für emissionfreie Kraftwerke zu finden, um irgendwann in gar nicht so ferner Zukunft, umweltfreundliche Energie zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten zu können“, erklärte Martin Zembsch. Spätestens dann würden erneuerbare Energien auch für die breite Masse eine echte Alternative zum Strom aus herkömmlichen Quellen. Zuvor gilt es aber außer der Frage des Preises auch noch andere Hürden aus dem Weg zu räumen.
Bernhard Beck, Geschäftsführer von Beck Energy, machte den Umweltminister vor allem auf die Problematik der Ausgleichsflächen beim Bau von Freiflächen-Solarkraftwerken aufmerksam. Die Anlagen werden oft wie eine normale Industrieansiedlung behandelt. Das heißt es müssen große Ausgleichsmaßnahmen getätigt werden. „Wir werden behandelt, als würden wir ein Haus bauen und die Flächen komplett versiegeln“, erklärte Bernhard Beck. Dem ist aber nicht so. „Wir schaffen Schatten wie ein Baum“, machte der Geschäftsführer klar. Für die Anlagen werden kaum Flächen versiegelt. Im Schatten der Module können sich Wiesen entwickeln und Lebensraum für viele Insekten und andere Tierarten bieten. „Wir wollen den Flächenverbrauch gering halten“, sagte Bernhard Beck. „Wir verbrauchen keine Fläche, sondern bewirtschaften das Land und erzeugen elektrische Energie. Wir haben viele Vogelarten die als ausgestorben galten, die sich auf unseren Freiflächenkraftwerken wieder ansiedeln.“ Der Geschäftsführer appellierte an Markus Söder, sich für eine Neuregelung in Sachen Ausgleichsflächen für Solarkraftwerke einzusetzen.
Bei einem kurzen Rundgang durch das Photovoltaik Zentrum durfte Markus Söder auch einen Blick auf das neueste Projekt von Bernhard Beck werfen. Der Geschäftsführer von Beck Energy sieht im Bereich Elektroautos gute Zukunftschancen. Allein mit der am Standort Kolitzheim installierten Solarleistung von 2.361 kWp werde so viel Strom produziert, dass damit 1.038 Fahrzeuge betrieben werden können – und das mit einer jährlichen Kilometerleistung von 20.000 Kilometer pro Fahrzeug. Bei einer kurzen Testfahrt mit dem Tesla Elektrosportwagen konnte sich Markus Söder schon einmal ein Bild von einer Zukunft machen, in der mit Strom aus der Sonne betriebene Autos nicht mehr die Ausnahme, sondern Standard sein könnten.
14.09.2009
Suhl/Kolitzheim Die Beck Energy GmbH baut auf einer 2005 stillgelegten Mülldeponie der Stadt Suhl in Suhl-Goldlauter ein Freiflächen-Solarkraftwerk, das auf einer Fläche von gut 2,5 Hektar umweltfreundlichen Strom für mehr als 130 Haushalte liefern wird. Die Bauarbeiten beginnen Anfang September und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Dort wo jahrelang der Suhler Müll gelagert wurde, soll schon bald umweltfreundlicher Strom fließen. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Stadt Suhl und über ihre Bereitschaft, auf der stillgelegten Deponie neue Wege zu gehen“, erklärt Christian Fries von Beck Energy. Das Kolitzheimer Unternehmen baut im Auftrag der Sammelkanalbetriebs- und Beteiligungsgesellschaft Suhl mbH auf einem 2,5 Hektar großen Areal der 2005 stillegelegten Mülldeponie Suhl-Goldlauter ein Freiflächen-Solarkraftwerk.
„Die Anlage liefert einen wichtigen Beitrag zur Ökobilanz der Stadt Suhl“, berichtet der Geschäftsführer. „Der Standort ist ideal.“ Vor allem die Hanglage in Richtung Südwesten bietet eine nahezu optimale Sonneneinstrahlung. Mit der Anlage können mehr als 130 Haushalte der Stadt mit Strom versorgt werden. Das Solarkraftwerk ist damit ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zur Erreichung des im Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) vorgegeben Ziels, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern.
Die Anlage in Goldlauter ist zudem die erste auf einer Suhler Mülldeponie. Beck Energy hat mit Kraftwerken auf stillgelegten Deponien bereits Erfahrung. Ähnliche Anlagen wurden in Luckenwalde und im französischen Manosque errichtet. „Das Besondere sind die Unterkonstruktionen“, erklärt Christian Fries. Die Stahlstützen, der mehr als 6700 Module, sind stufenlos verstellbar. Dadurch kann auf Veränderungen im Höhenprofil des Areals, die bei einer stillgelegten Deponie durchaus möglich sind, problemlos reagiert werden. „Mit unserer Konstruktion sind Anpassungen bis zu einer Differenz von einem Meter machbar“, erläutert Christian Fries.
Auf einer Fläche von gut 2,5 Hektar werden in Suhl Solarmodule in langen Reihen aufgestellt. „Wir versiegeln dabei aber kaum Flächen“, berichtet Christian Fries. Unter und zwischen den Modulen legt die Beck Energy GmbH großen Wert auf eine extensive Begrünung, die auch Kleinlebewesen, wie Grashüpfern oder Käfern, als Lebensraum dient. „Die Anlage hat fast den Charakter eines Biotops“, stellt der Geschäftsführer heraus. Bemerkenswert ist auch die Flächeneffizienz der Anlage. Es wird kaum Land verbraucht, aber dennoch viel Strom erzeugt. In Suhl mehr als 484 000 Kilowattstunden im Jahr. „Wollte man die gleiche Menge mit Biomassekraftwerken erzeugen, dann müsste man auf 25 Hektar Mais anbauen“, erklärt Christian Fries. Für die Stromproduktion mit Biogas würde die verbrauchte Fläche gar bei mehr als 100 Hektar liegen. Mit dem Kraftwerk in Suhl, das zu 100 Prozent ökologischen Strom liefert, könnten jährlich gut 320 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Die Bauarbeiten an der Anlage sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Gut möglich, dass sie der Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Kolitzheimer Unternehmen und der Stadt Suhl ist. Verhandlungen über die Errichtung weiterer Anlagen auf der Mülldeponie Suhl-Goldlauter laufen. Schon im kommenden Jahr könnte noch mehr umweltfreundlicher Strom von der Mülldeponie in die Haushalte der Stadt fließen.
Mit der Beck Energy GmbH tritt in Suhl ein Pionier in Sachen Freiflächen-Solarkraftwerke auf. Die 2002 gegründete Firma mit Sitz in Kolitzheim, ist europaweit das einzige Unternehmen, das schlüsselfertige Solarkraftwerke ohne Inanspruchnahme von Subunternehmern plant und baut. In Europa wurden bereits mehr als 50 solcher Anlagen gebaut - in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Indien genauso wie in der Region. Beck Energy verwendet hauptsächlich moderne Dünnschichtmodule, die sich durch hohe Energieerträge und geringen Rohstoffverbrauch auszeichnen.
06.10.2008

Mainbernheim / Helmstadt Die PADCON GmbH als Hersteller kraftwerkstauglicher Wechselrichter hat den ersten Großwechselrichter an Beck Energy geliefert. Der Großwechselrichter vom Typ AMC1600 mit direkter Ausspeisung in die 20kV- Netzebene und seinen 1600kW Ausgangsleistung ist der leistungsstärkste Solarwechselrichter auf dem Markt. Die beiden Leistungsteile mit jeweils 800kW sind mittels ADIA Schnittstelle verschaltet um hohe Effizienzen auch im unteren Teillastbereich zu ermöglichen.
Der Kraftwerksbauer hatte sich zuvor für dieses Gerät auf Grund der Leistungsstärke, der Netzverträglichkeit und des für Solarwechselrichter richtungweisenden Steuerleitrechners, der einen Datenzugriff im Millisekundenbereich ermöglicht, entschieden.
Der von PADCON entwickelte und hergestellte Großwechselrichter Typ AMC zeichnet sich durch extrem hohe Lebenserwartung und niedrige Wartungskosten aus. Das Gerät ist in einem wetterfesten Gehäuse aufgebaut und kann mittels spezieller Steckkontakte sowohl auf der Gleichspannungsseite als auch auf der Wechselspannungsseite einfach und schnell angeschlossen werden.
Das Gerät ist bestens für den Einsatz von Dünnschichtmodulen vorbereitet und auch vom führenden Dünnschicht-Modulhersteller First Solar Inc. freigegeben, dessen Module auch in dem 1,75MWp Solarkraftwerk installiert wurden.
AC Leistung und Mittelspannungsausspeisung vor. Die PADCON Großwechselrichter-Technologie ermöglicht eine kosteneffektive und besonders zuverlässige Produktion von Solarstrom.
25.07.2008

Die Renewagy A/S und Beck Energy unterzeichneten einen Generalunternehmervertrag über die Errichtung eines Solarkraftwerks in Eckolstädt in der Nähe von Jena. Die Anlage wird mit mehr als 8,5 MWp eine der größten ihrer Art in Deutschland und ist der Grundstein für eine weitere strategische Partnerschaft beider Unternehmen. Ein entsprechender Rahmenvertrag für die nächsten Projekte ist bereits in Vorbereitung.
Die Renewagy 7. Solarprojektgesellschaft ist ein Unternehmen der börsennotierten Renewagy A/S und auf langfristige Investitionen im Sektor der erneuerbaren Energien spezialisiert. Das seit Jahren vor allem im Bereich der Windkraft engagierte Unternehmen weitet seinen Fokus seit längerem auch auf die solare Energieerzeugung aus.
"Wir legen größten Wert auf Kapitalanlagen mit langfristigen und vor allem sicheren Renditen aus umweltverträglicher Energieerzeugung. Die Photovoltaik bietet uns genau diese Voraussetzungen. Allerdings sind wir für derart weitreichende Projekte auf solide Projektplanung sowie Realisierung durch verlässliche und vertrauenswürdige Partner angewiesen, den wir mit Beck Energy gefunden haben.", so Dr. Alexandra von Bernstorff, Chief Executive Director Renewagy A/S, Dänemark.
"Durch unsere kontinuierliche Prozessverbesserung in den Bereichen der Projektentwicklung und Realisierung können wir unseren Wettbewerbsvorteil klar ausbauen. Die Verwendung der bewährten First Solar Dünnschichttechnologie garantiert unseren Projekten dauerhaft hohe Erträge", bestätigt Martin Zembsch, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH. "Photovoltaik-Kraftwerke bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber solarthermischen und Kohlekraftwerken sowie anderen herkömmlichen Technologien. Sie haben geringere Anforderungen an die spezifischen Standortbedingungen, haben wesentlich kürzere Planungs- und Umsetzungszeiten und sind über einen weiten Leistungsbereich skalierbar. Die neue Generation der Beck Energy Solarkraftwerke wird die Wirtschaftlichkeit nochmal deutlich verbessern, was neben der DKA auch anderen Kunden wie kommunalen Anbietern und Stromversorgungsunternehmen Möglichkeiten zur Erzeugung und Lieferung umweltfreundlicher und günstiger Energie eröffnet."
Im Saaletal werden mehr als 110.000 FS-Dünnschichtmodule auf einer Fläche von fast 50 Fußballfeldern eine Spitzenleistung von mehr als 8,5MWp ermöglichen, wobei die innovative Bauweise der Unterkonstruktion über 90% der Naturfläche unberührt lässt. Jährlich werden so mehr als 8 Gigawattstunden elektrische Energie produziert, genug Strom für rund 2500 Haushalte. Im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen werden so jährlich über 6000 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart.
09.05.2008

Mit einer Anlagengröße von fast 300 kWp wird die Solaranlage pro Jahr rund 300.000kWh umweltfreundlichen Strom produzieren. Jährlich werden somit etwa 200t Kohlenstoffdioxid vermieden. Die 3.850 benötigten Dünnschichtmodule werden vom Weltmarktführer First Solar geliefert. Diese Module zeichnen sich durch eine geringe Temperaturempfindlichkeit und einem hohen Wirkungsgrad bei bewölktem Himmel aus. Hierdurch lassen sich sehr hohe Jahresenergieerträge erzielen, die die First Solar Dünnschichttechnologie für große Industriedächer so interessant macht. Die Photovoltaik-Anlage wird schlüsselfertig projektiert und realisiert durch die Firma S&F Umwelttechnik aus dem benachbarten Kolitzheim.
Martin Zembsch, Geschäftsführer der S&F Umwelttechnik GmbH:„Ein modernes Unternehmen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nachhaltig handelt. Die aktive umweltfreundliche Stromgewinnung mittels regenerativer Energien ist die ideale Möglichkeit die unternehmerische Ökobilanz zu verbessern. Bei vielen Unternehmen liegen die Dachflächen „brach“ und sind prädestiniert für die Solarstromerzeugung. Ein beachtlicher Nebeneffekt stellt hierbei die sehr gute Rendite von First Solar Dünnschicht-Photovoltaikanlagen dar.“
HORNA GmbH Verpackungen erhielte dieses Jahr den Innovationspreis für …… . Im Rahmen der Preisverleihung gratuliert der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Herr Michael Glos, der zugleich bei der feierlichen Inbetriebnahme am heutigen Tag mit gewirkt hat.
S&F Umwelttechnik ist spezialisiert auf Photovoltaikdachanlagen, weit mehr als 1500 Anlagen im gesamten Bundesgebiet hat das Unternehmen bereits errichtet. Durch die langjährige Erfahrung auch mit sehr großen Solardachprojekten, weiß man daher bei S&F in Kolitzheim worauf es ankommt. Ein gutes Beispiel hierfür ist die herausragende Unterkonstruktion von S&F, die neben der Stabilität der Anlage vor allem die präzise Ausrichtung der Module gewährleistet, welche bei Photovoltaikanlagen einen direkten Einfluss auf einen hohen Wirkungsgrad des Solarkraftwerks hat. Diese innovative Unterkonstruktion wurde von S&F und seinen Partnerunternehmen in der Innovationsschmiede des Kolitzheimer Photovoltaikkompetenzzentrums entwickelt.
09.04.2008

Diese Dimensionen kennt Schweinfurt noch nicht: Opti Wohnwelt errichtet auf dem Dach seines Lagers im Hafenindustriegebiet die größte Dünnschicht-Photovoltaikanlage der Stadt. 2156 Solarmodule produzieren ab Mai umweltfreundlichen Strom. Rund 156.000 kWh speist das Einrichtungshaus damit jährlich ins städtische Netz: Mit dieser Strommenge können 36 Vier-Personen-Haushalte über das ganze Jahr versorgt werden. 106 Tonnen Kohlendioxid werden auf diese Weise eingespart.
Opti Wohnwelt hat sich für das Umweltprojekt einen Experten aus der Region ins Boot geholt. Die S&F Umwelttechnik GmbH aus Kolitzheim bei Schweinfurt übernimmt hierbei die komplette Projektierung und Realisierung der aufgeständerten Solaranlage. S&F sind spezialisiert auf Photovoltaikanlagen, weit mehr als 1000 Anlagen im gesamten Bundesgebiet hat das Unternehmen bereits errichtet. In Schweinfurt errichten sie nun die größte Photovoltaikanlage der Stadt auf Dünnschichtbasis.
Geschäftsführer Oliver Föst sagt zur Idee des ersten Solarkraftwerkes dieser Art bei Opti in Schweinfurt: „Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung für die Gesellschaft. Mit der Photovoltaikanlage setzen wir ein Zeichen und belegen eindrucksvoll unser Engagement für die Umwelt.“ Opti Wohnwelt ist es sehr wichtig die Nachhaltigkeit seines Handelns im Blick zu haben. Der durch die Photovoltaikanlage erzeugte Solarstrom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist, womit der Anteil der regenerativ erzeugten Energie in Schweinfurt weiter ausgebaut wird. Martin Zembsch, Geschäftsführer der S&F Umwelttechnik GmbH:„Ein modernes Unternehmen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nachhaltig handelt. Die aktive umweltfreundliche Stromgewinnung mittels regenerativer Energien ist die ideale Möglichkeit die unternehmerische Ökobilanz zu verbessern. Bei vielen Unternehmen liegen die Dachflächen „brach“ und sind prädestiniert für die Solarstromerzeugung. Ein beachtlicher Nebeneffekt stellt hierbei die sehr gute Rendite von First Solar Dünnschicht-Photovoltaikanlagen dar.“